26.11.2010
OÖ. Landespreis für Umwelt und Natur 2010
Im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Südflügel des Linzer Schloßmuseums wurde heute unsere Tätigkeit für den Erhalt der Artenvielfalt im Machland vom Land Oberösterreich gewürdigt.
Martin Sevcik, Georg Freinschlag und Georg Kaindl durften, stellvertretend für alle Mitglieder der Regionalgruppe Machland, den Landespreis für Umwelt und Natur 2010 von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Umwelt-Landesrat Rudi Anschober und Naturschutz-Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner entgegen nehmen.
Georg Kaindl
und hier die Begründung der Jury:
Artenschutzprojekte im Machland
Die Regionalgruppe Machland des OÖ Naturschutzbundes macht es sich seit Jahren zur Aufgabe, die biologische Vielfalt im Machland zu erhalten. Die Artenschutzprojekte widmen sich dem Eulen- und Fledermausschutz, dem Schutz der Flusskrebse und Flussperlmuscheln, dem
Bibermanagement, der Revitalisierung der "Aichbauernlacke" und der Erhaltung der "Entenlacke".
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Steinkauz und der Schleiereule, die beide in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht ausgewiesen sind. Um die Flussperlmuschel- und Flusskrebspopulationen zu schützen hat der Verein einen Teil des Gießenbaches gepachtet, wo noch Restbestände der Flussperlmuschel vorhanden sind. Künftige Probleme mit der Rückkehr der Bibers ins Machland sollen mit Hilfe eines geeigneten Bibermanagements, das in Zusammenarbeit mit Jagd und Fischerei, Land- und Forstwirtschaft und anderen Interessensgruppen erarbeitet wird, minimiert werden.
Nach der Anbindung der "Aichbauernlacke" an die Donau wird das Gewässer von Donaufischen als Laichplatz genutzt werden können und eine Tümpelkette schafft neue Habitate im Umfeld der Lacke. Für die Erhaltung der "Entenlacke" will man das Kerngebiet des Gewässers durch die Errichtung einer Naturstiftung oder eines Naturschutz-Fonds bewahren. Weitere Aufgaben des Naturschutzbundes zu Gunsten des Artenschutzes sind die Kontrolle des Frauenschuhbestandes, die Betreuung des brütenden Weißstorches und der Amphibienschutz entlang von Hauptverkehrswegen.
Als Erfolgsfaktor der Regionalgruppe Machland gilt neben dem ehrenamtlichen Engagement der Gemeinschaftsgeist, der alle Interessensgruppen verbindet. So finden sich unter den Mitgliedern neben Fachleuten aus Biologie und Ökologie auch Vertreterinnen und Vertreter der Jagd, Fischerei, Wirtschaft und Grundbesitzer. Das gemeinsame Ziel ist es, die biologische Vielfalt des Machlandes auch weiterhin zu erhalten.
Quelle: Umweltakademie - Landespreis für Umwelt und Natur 2010
vlnr: DI Reschender (Umweltakademie), Umweltlandesrat Anschober, Georg Kaindl (Regionalgruppe Machland), Naturschutzlandesrat Dr. Haimbuchner, Georg Freinschlag, Martin Sevcik (beide Regionalgruppe Machland), Landeshauptmann Dr. Pühringer
06.11.2010
Arbeitseinsatz zur Erhaltung seltener Pflanzenarten
Am 30.10.2010 war ein Teil unserer Naturschutzgruppe in Baumgartenberg im Einsatz. Da das Vorkommen seltener, zum Teil vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten in einem rund 3000m² großem Waldstück ohne Pflegemaßnahmen nicht mehr gesichert war, wurden unter Anleitung unseres Vegetationsökologen Thomas Gassner und Botaniker Gerhard Kleesadl vom Biologiezentrum (im Auftrag der O.Ö. Naturschutzabteilung) diverse Arbeiten durchgeführt.
Ein hartes Stück Arbeit war zu bewältigen, denn es wurde der starke Unterwuchs und das Laub am Boden entfernt und fachgerecht entsorgt. Jetzt ist zu hoffen, dass die Kragenblume (Carpesium cernuum), von der es nur mehr zwei Standorte in Oberösterreich gibt, und die verschiedenen Orchideenarten wieder einen optimalen Lebensraum haben und sich durch diese Aktion die Individuenanzahl wieder erhöht.
Bedanken wollen wir uns auch noch beim Besitzer dieses Waldes, der uns die Pflegemaßnahme durchführen hat lassen und uns mit einer Jause und Getränken versorgt hat.
Robert Gattringer
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05.11.2010
Franz Leitner vom strudengau.tv hat einige Zeit in einem Auwald an der Donau im Machland verbracht - hier die ersten Aufnahmen.
Georg Kaindl

