Die Fische des Machlandes

Die oberösterreichische Donau wies vor ihrer Regulierung Ende des 19.Jahrhunderts in den Beckenlagen eine Vielzahl an unterschiedlich stark vom Hauptstrom beeinflussten Nebenarmen und Augewässern auf. Aufgrund dieser Habitatvielfalt war die Fischfauna der Donau sowohl bezüglich Arten- als auch Individuenzahl enorm reichhaltig. Heute sind im Machland noch Reste dieser Fluss-Aulandschaft vorhanden, weshalb hier Fischarten bis heute überleben konnten, die vielerorts bereits verschwunden sind. Bei mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen sowie durch Fänge von Anglern konnten nicht weniger als 52 Fisch- und eine Neunaugenart nachgewiesen werden.

 

Der Verlauf der Donau im Machland von 1715 bis 1991 (aus HOHENSINNER 2008).
Der Verlauf der Donau im Machland von 1715 bis 1991 (aus HOHENSINNER 2008).

Bildquelle:

HOHENSINNER, S. (2008): Rekonstruktion ursprünglicher Lebensraumverhältnisse der Fluss-Auen-Biozönose der Donau im Machland auf Basis der morphologischen Entwicklung von 1715 - 1991. Dissertation am Institut für Hydrobiologie & Gewässermanagment, Universität für Bodenkultur Wien (finanziert durch den FWF: Projekt Machland 1715 - 1991, P14959-B06).