Aktuelles aus dem Machland

02.03.2017

Kommt jetzt der Frühling? Große tolle Brummer sind schon unterwegs.

 

Die Blauschwarze oder Große Holzbiene (Xylocopa violacea) ist mit einer Körperlänge von 23 bis 28 Millimeter die größte heimische Bienenart. Mit ihrem imposanten, hummelartigen Körper und den schwarzen, blau schimmernden Flügeln ist die Biene selbst im Flug kaum mit anderen Insekten zu verwechseln.

Sonnenbeschienene Biotope mit starkem Totholz und mit großer Blütenvielfalt werden bevorzugt. Beliebte Lebensräume sind deshalb strukturreiche Streuobstwiesen, naturnahe Gärten, Parkanlagen und lichte Waldränder. Sonnenbeschienene Biotope mit starkem Totholz und mit großer Blütenvielfalt werden bevorzugt. Sie brüten aber auch in geeigneten künstlichen Nisthilfen. Die Blaue Holzbiene lebt solitär und gilt als standorttreu. Die Geschlechter treffen sich lediglich Ende April zur Paarung, kann aber auch schon bei warmen Wetter Ende Februar sein, wie ich heuer feststellen konnte(Siehe Fotos). Eiablage und Paarung erfolgen in der Regel dort, wo das Weibchen geschlüpft war. Sowohl die deutsche Bezeichnung wie auch der wissenschaftliche Gattungsname beziehen sich auf ihre spezielle Nistweise. Anders als die meisten Solitärbienen, aber wie z. B. Hummelköniginnen schlüpfen europäische Holzbienen schon im Sommer und überwintern in einem geeigneten Versteck wie Mauerspalten, Lehmwänden und selbst gegrabene Erdlöcher .Während bei vielen Wildbienen nur die Weibchen den Winter überdauern, überwintern bei der Holzbiene beide Geschlechter. Diese imposante Wildbienenart wurde Mitte des 20. Jahrhunderts vereinzelt in Oberösterreich nachgewiesen und war dann einige Jahrzehnte lang verschollen. In den letzten Jahren hat sich diese Wärme liebende Art bei uns wieder ausgebreitet. ( Quelle: Tier des Monats 06/2016 Martin Schwarz).

Sie sind ausgezeichnete Flieger und verfügen über ein erstaunliches Orientierungsvermögen. Ähnlich einem Kolibri fliegen sie von Blüte zu Blüte, saugen Nektar und sammeln Pollen zum eigenen Verzehr und für die Aufzucht des Nachwuchses. Sie besuchen viele verschiedene Blüten, darunter Natterkopf, Wiesensalbei und Flockenblumen. Die Holzbienen fahren entweder mit ihrem Rüssel in die Blüte oder beißen zu enge Blüten seitlich auf, um an Pollen und Nektar zu gelangen. Weibliche Holzbienen sind zwar in der Lage zu stechen, verhalten sich aber gegenüber dem Menschen nicht aggressiv. Man braucht daher keine Angst haben in der Nähe des Nestes gestochen zu werden.

 

Robert Gattringer

17.02.2017

Was gibt es neues bei uns im Machland

 

Heuer waren nicht sehr viele Singvögel bei den Futterstellen, obwohl es ein sehr strenger Winter gewesen ist.

Der Grund dafür ist nicht ganz klar aber wir glauben es hat sicher mit den Umweltsünden wie „Pestizide und Spritzmittel“ zu tun. Insekten werden dadurch immer weniger und es ist fast unmöglich für Vogeleltern einen großen Nachwuchs zu ernähren.

Aber auch die Brutmöglichkeiten und Nistplätze für viele Vogelarten wird immer weniger.Es gibt zum Beispiel wenig Chancen für Wiesen und Bodenbrüter ihre Brut durchzubringen,weil viel zu oft gemäht wird und der Nachwuchs meistens noch nicht

flügge ist,wenn das nächste Mähwerk anrauscht.

Zu beobachten gibt es derzeit schon Stare und Kiebitze, aber es sind auch viele Trupps von Wacholderdrosseln unterwegs.

Schöne Beobachtungen wünschen

                                                                             Christa Aistleitner und

                                                                             Gerald Puchberger

27.01.2017                                                                                         

Ereignisse der Brutsaison von den Weißstörchen des Machlandes

Saxen

Schon am 30.01.2016 konnte das Storchenmännchen wieder in Saxen beobachtet werden. Am 19.03.2016 traf schließlich auch das Weibchen im Brutgebiet ein. Zwei Wochen später am 01.04.2016 war Brutbeginn. Das erste Küken schlüpfte am 04.05.2016 und es folgten vier weitere Jungstörche. Eine so hohe Anzahl an Jungstörchen kommt eher selten vor, denn meist sind Gelege mit 2- 3 Eier bei unseren Weißstörchen zu beobachten. Kurz nach dem der letzte Jungvogel geschlüpft war, kam es zu einem Wetterumschwung mit Regen, Wind und

Höchsttemperaturen von nur 10°Celsius. Am 17.05.2016 konnte ich nur mehr vier Küken im Horst sehen. Da ich im und unterhalb des Horstes keinen Kadaver entdecken konnte, liegt der Verdacht sehr nahe, dass die Storcheneltern das Junge gefressen haben. Dieses Verhalten wird als "Kronismus" bezeichnet und ist bei Störchen normal. Besonders wenn zu wenig Nahrung zur Verfügung steht, sei es durch mehrtägigen Starkregen oder auch längere

Trockenperioden bei der Kükenaufzucht ist diese Verhaltensweise zu beobachten. Bei Regen, Windgeschwindigkeiten bis 25km/h und Temperaturen um 12° C war am 27.05.2016 ein weiterer Jungstorch verendet. Dieser wurde aber aus dem Horst geworfen. Eine Beringung der drei übriggebliebenen Jungstörche wurde von mir am 04.06.2016 durchgeführt. Erste Ausflüge tätigten die Jungen am 14.07.2016. Am 08.08.2016 zogen die Jungstörche in das Winterquartier. Am 22.08.2016 kam es in Saxen zu einer größeren Weißstorchenansammlung am Abend auf dem Kirchendach mit 18 Exemplaren. Dieser Trupp übernachtete auch in Saxen. Am nächsten Tag zogen sie weiter und nahmen auch unser Storchenpaar mit auf die Reise. Gut einen Monat später, am 29.09.2016, tauchte unser Storchenmännchen wieder am Horst auf, wo er sich bis 06.11.2016 in der Umgebung aufhielt.

 

Grein/Donau

Am 31.03.2016 wurde der erste Storch am Horst gesichtet. Sein Partner traf 3 Tage später am 02.04.2016 ein. Dieser Weißstorch war am linken Bein unter dem Intertarsalgelenk mit einem Elsa-Ring beringt. Dieser konnte in Folge aber nicht abgelesen werden. Brutbeginn war am 10.04.2016. Am19.04.2016 attackierte ein Fremdstorch den Horst und vertrieb den beringten Storch. Die Brut wurde abgebrochen. Am 24.04.2016 begann das neue Paar erneut mit dem Brutgeschäft (die ersten Eier wurden aus dem Horst geworfen). Der erste Jungstorch schlüpfte am 27.05.2016 und am 29.05.2016 war auch das zweite Küken zu beobachten. Erste Ausflüge wurden am 30.07.2016 registriert und am 12.08.2016 sind die Jungen ins Winterquartier gezogen. Die Eltern folgten am 23.08.2016.

Ardagger

 

Kindergarten

Der erste Weißstorch wurde am 13.03.2016 am Horst gesehen. Am 02.04.2016 traf auch der zweite Storch ein. Brutbeginn war dann am 06.04.2016. Ab den 08.05.2016 schlüpften 3 Jungstörche. Erste Ausflüge wurden am 18.07.2016 beobachtet. Die Jungvögel zogen am 10.08.2016 und die Altvögel am 28.08.2016 ins Winterquartier.

 

 

Schiffsmeisterhaus

Nach mehrjähriger Pause gab es hier wieder Bruterfolg. Am 20.04.2016 besuchte ein Paar den Horst und fing am 26.04.2016 auch zu Brüten an. Es wurden 2 Eier gelegt aus denen schließlich am 29.05.2016 ein Jungvogel schlüpfte. Erste Flugversuche erfolgten am 31.07.2016 und am 15.08.2016 verließ er das Brutgebiet. Am 29.08.2016 folgten ihm auch die Altvögel.

 

Heuer wurden auch im Zuge eines Landjugendprojektes nach der Brutsaison 4 neue Storchenhorste entlang der Bundesstraße aufgebaut um die Störche dazu bewegen sich von den Horsten der Häuser zu trennen. Ob dieses Vorhaben gelingt wird sich zeigen.

                                                                                                          

                                                                                                           Robert Gattringer